Haarausfall Frauen

Du bist eine Frau und leidest unter Haarausfall? Dann solltest du unbedingt weiterlesen, in diesem Beitrag erfährst du alles über den Haarausfall bei Frauen und unter anderem Gründe für diesen und was man dagegen unternehmen kann.

Du bist nicht allein – Haarausfall bei Frauen

Etwa 50% aller Frauen leiden unter Haarausfall, meistens nach der Menopause, in den Wechseljahren. Du bist also nicht alleine mit deinem Problem mit Haarausfall.

Gründe für den Haarausfall bei Frauen

Was sind nun die Gründe für einen Haarausfall bei Frauen?

Ein Haarausfall bei Frauen kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Um diese Frage genauer beantworten zu können, müssen wir uns erst die unterschiedlichen Arten von Haarausfall bei Frauen angucken.

Die unterschiedlichen Arten von Haarausfall bei Frauen

Erblich bedingter Haarausfall

Die erste Art von Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall, wie der Name es schon verrät, ist dieser genetisch bedingt. Frauen, die unter dieser Art von Haarausfall leiden, haben schlicht und ergreifend eine Veranlagung dazu, ihre Haare zu verlieren. Die Haarfollikel reagieren hierbei empfindlich auf Androgene bzw. auf das Dihydrotestosteron, welches ein Stoffwechselprodukt ist, das aus dem Männlichkeitshormon Testosteron entsteht. Das Hormon verkürzt die Lebensdauer der Haare durch seinen Einfluss auf die Haarfollikel und sorgt so dafür, dass diese früher ausfallen. Die Haare wachsen nicht mehr so lang wie damals und fallen auch früher aus. Kürzer und dünner werden sie auch, manche wachsen eventuell auch gar nicht mehr nach.

Schwangerschaftsbedingter Haarausfall

Eine weitere Art des Haarausfalls bei Frauen ist der schwangerschaftsbedingte Haarausfall, der nach einer Schwangerschaft eintreten kann. Grund dafür ist der Hormonhaushalt nach der Geburt eines Kindes. Der Östrogen Hormonspiegel ist geringer als normal und sorgt so dafür, dass die Haare bzw. die Haarfollikel in eine Art „Sparmodus“ gehen und das Haar schlechter wird bzw. auch ausfallen kann. Meistens ist dieser temporäre Haarausfall nach wenigen Wochen oder nach bis zu 6 Monaten wieder vorbei und der Hormonhaushalt ist wieder normal.

Diffuser Haarausfall

Möglichkeit Nummer drei ist der diffuse Haarausfall. Man bezeichnet Haarausfall als diffusen Haarausfall, wenn sogar ganze Haarbüschel ausfallen und der Haarverlust am ganzen Kopf verteilt stattfindet und keinen festen Punkt hat. Meistens ist dieser Haarausfall, der Haarausfall, der Panik bei den Betroffenen auslöst, weil sie auf einmal riesige Mengen an Haaren an ihrer Bürste nach dem Kämmen haben. Keine Panik: Diese Art von Haarausfall ist reversibel, das heißt, dass die Haare wieder nachwachsen werden und sich regenerieren. Man bekommt also am Ende keine Glatze.

Kreisrunder Haarausfall

Zu guter Letzt gibt es noch den kreisrunden Haarausfall, der an eine Stelle gebunden ist. Beim kreisrunden Haarausfall, fallen nach und nach die Haare aus, bis am Ende eine kahle, runde Stelle entsteht. Die Haare fallen tatsächlich immer so aus, dass die kahle Stelle rund sind.

Ausgelöst wird diese Art von Haarausfall durch eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem richtet sich hierbei gegen die Haarwurzel und greift die Haarfollikel an und diese entzünden sich dann wiederum. Die Haare fallen dann schließlich aus, die Haarfollikel werden nur in den seltensten Fällen zerstört.

In der Regel verschwinden nach einiger Zeit diese kahlen Stellen wieder und der Haarwuchs regeneriert sich.

Maßnahmen gegen den Haarausfall bei Frauen

Was kann nun unternommen werden gegen den Haarausfall bei Frauen?

Auch hier kann man dies nicht wieder so einfach beantworten, das hängt ganz von der jeweiligen Hauptursache ab.

Medikamente lösen Haarausfall aus

Wenn zum Beispiel Medikamente bei Frauen einen diffusen Haarausfall auslösen, sollte mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden und über ein anderes Präparat, welches dem Haarwachstum weniger schadet, oder eine reduzierte Dosis nachgedacht werden.

Erkrankungen

Sind Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion, Tuberkulose etc. oder auch Vergiftungen für den Haarausfall verantwortlich, so müssen diese fachgerecht therapiert werden. Das stoppt dann häufig das Leiden unter Haarausfall.

Vernarbender Haarausfall bei Frauen

Wenn man unter vernarbendem Haarausfall leidet, könnte sich die Behandlung als besonders schwierig gestalten. Bei Lupus erythematodes können zur Behandlung der entzündeten Kopfhautstellen Kortison und andere Wirkstoffe benutzt werden, welche die Entzündungsprozesse und damit den Haarausfall stoppen. Bereits verlorene Haare wachsen nicht nach, weil die Haarfollikel irreversible geschädigt sind.

Mechanisch bedingter Haarausfall

Mechanisch bedingter Haarausfall bei Frauen kann ganz einfach verhindert werden, indem man die Haarwurzeln keinem übermäßigen Zug aussetzt. In der Praxis bedeutet das z.B. den Pferdeschwanz etwas lockerer zu tragen oder die Haare auch öfters offen zu tragen.

Vorübergehender Haarausfall bei Frauen

Ein vorübergehender Haarausfall, der z.B. nach einer Schwangerschaft oder Therapie auftreten kann, vergeht meist nach einiger Zeit von selbst wieder und erfordert keine besondere Behandlung.

Jedoch kann man darauf achten, dass man sich genug entspannt und nicht überanstrengt. Stress sollte auch vermieden werden, damit sich die Haare regenerieren können und der Körper nach einer anstrengenden Therapie oder Schwangerschaft wieder Kraft sammeln kann. Wer diese Ratschläge nicht beachtet, kann deutlich länger unter diesem vorübergehenden Haarausfall leiden und der Regenerationsprozess verlangsamt sich.

Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen

Wenn es keinen offensichtlichen Grund für den Haarausfall gibt und die Person unter erblich bedingtem Haarausfall leidet, ist das wirksamste Mittel gegen diese Art von Haarausfall Minoxidil. Minoxidil wird als zweiprozentiges Haarwasser zweimal täglich auf die lokal lichter werdenden Stellen angewendet. Das Ganze kann denn Haarverlust deutlich stoppen und sogar manchmal neues Haarwachstum anregen. Wie dieses Mittel im Genauen wirkt, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich regt es die Durchblutung in kleinen Blutgefäßen an.

Manchmal werden auch von Ärzten bei einem erblich bedingten Haarausfall Tabletten mit Antiandrogenen verschrieben. Das sind Tabletten mit Wirkstoffen, die die Wirkung der männlichen Sexualhormone aufheben.

Bei einem extremen Haarausfall bei Frauen oder Männern lässt sich das Ganze meistens nur mit einem Toupet bzw. Perücke kaschieren. Manche Betroffenen ziehen auch eine Haartransplantation in Betrachtung.

Kreisrunder Haarausfall

Für die Behandlung von kreisrundem Haarausfall, der durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst wird, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Dazu gehören z.B. die Behandlung von kahlen Stellen mit Kortison oder Dithranol. Kortison ist ein Immunsystem hemmender Stoff und Dithranol ist ein hautreizendes Mittel, welches so das Haarwachstum anregen soll.

Bei größeren kahlen Stellen kann eine Topische Immuntherapie Abhilfe schaffen. Bei einer solchen Immuntherapie wird auf den betroffenen Hautstellen gezielt eine allergische Kontaktdermatitis ausgelöst, sodass das fehlgeleitete Immunsystem von einem Angriff auf die Haarwurzelzellen „abgelenkt“ wird.

Die Erfolgsaussichten bei den obigen Behandlungsmethoden fallen leider eher bescheidend aus, außerdem kommt es öfters zu Rückfällen.

Eine gute Nachricht gibt es jedoch, kreisrunder Haarausfall bei Männern und Frauen kann in manchen Fällen auch wieder von allein ausheilen.

 

 


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